26. März 2012:
Veranstaltung in Überlingen zur Atommüll-Endlagerung in Benken und Süddeutschland
Josef Diebold von
KLAR! e.V. aus Singen berichtete
im Überlinger Hotel Ochsen aus der "Begleitkommission Schweiz für
geologische Tiefenlager" des deutschen Bundesumweltministeriums. In Benken bei Schaffhausen plant die Schweizer Atomindustrie
(NAGRA) im Opalinuston
ein Endlager für hochradioaktiven Müll. Der Opalinuston reicht bis in den Hegau hinein und ist auch im Donautal zwischen
Sigmaringen und Riedlingen vorhanden, wo auch bereits mögliche Endlager angedacht werden.
Zu dem informationsreichen Vortrag waren ca. 30 BesucherInnen erschienen, im Anschluss entspann sich eine lebhafte Diskussion.
Immer daran denken, unser Gorleben heisst Benken!
Der Verein
KLAR! "Kein Leben mit atomaren Risiken" in Singen ist seit 10 Jahren aktiv
gegen den Schweizer Atommüll am Hochrhein.
Eingeladen hatten die Anti-AKW-Gruppe Linzgau, KLAR! und der NABU Überlingen.
Südkurier-Artikel vom 5.4.2012 über die Veranstaltung
Flyer zur Veranstaltung
Ein Zitat der Initiative KLAR! Schaffhausen vom 14.10.2011
zu diesem Thema:
"Das Anhörungsverfahren ist aus unserer Sicht das Feigenblatt der Atomlobby und eine reine Alibiübung!
Zwar können auch wir sagen, dass das Verfahren transparent ist, ganz sicher ist es jedoch in den wirklich
knackigen Punkten nicht partizipativ. Die Nagra und das BfE geben sich mit ihren ausgezeichneten Kommunikationsexperten
aber alle Mühe, der Bevölkerung mit diesen Kernaussagen unentwegt Sand in die Augen zu streuen und sie mit
schmeichelnden Worten einzulullen."
Auch die Schaffhauser Kantonsrätin Martina Munz bezeichnete in ihren beiden Vorträgen 2011 in Singen und
Überlingen (wir berichteten) die vermeintliche Partizipation, das vermeintlich "vorbildliche demokratische Schweizer Modell"
als dekoratives Feigenblatt, das nicht viel kostet, aber effektiv die Leute ruhig hält.
Den Schlusskommentar spricht Pit vom Stamm der Linzgau-Indianer: "Die NAGRA-Bleichgesichter reden mit gespaltener Zunge. Sie werden
unser Land nehmen. Sie werden viele grüne Männer mit gelben Fässern schicken. Sie werden das Land vergiften und sie
werden den Fluss vergiften."
11. März 2012:
Demo in Gundremmingen
60-70 AKW-GegnerInnen vom Bodenseekreis und aus Ravensburg fuhren mit dem Bus, Zug und Autos nach Gundremmingen. Die
BewohnerInnen des kleinen Ortes konnten durch unseren Ruf "Solidarisieren, mitspazieren - nicht im Garten auf
Strahlung warten" leider kaum motiviert werden.
Über 5000 Aktive kamen zusammen, sogar Gruppen aus Dresden und Thüringen waren dabei. Die selbstgebaute Agitations-Rikscha
aus Markdorf war wie schon öfters ein Blickfang. Die Versorgung war super organisiert, es gab auch einen Stand mit
Kaffee und Kuchen, der Bio/Fair-Kaffee wurde von Rapunzel gesponsert. Eine lustige Truppe aus Sündenhofen,
äähh Sonthofen brachte viele zum Schmunzeln, trotz diesem tragischen Gedenktag.
Artikel in der Augsburger Allgemeinen
10. März 2012:
1 Jahr Fukushima - Kundgebung und Mahnwache in Überlingen
Mehrere Infostände an der Hofstatt informierten von 9-12 Uhr bei strahlendem Wetter. Es gab eine Trommeltruppe und mit
Megaphon wurde auf die Kundgebung hingewiesen. Einige Kinder liefen mit dem Roll-Castor und Windrädern auf dem Markt herum.
Ab 12 Uhr gab es eine kurze Demo zum Landungsplatz. Etwa 200 Leute nahmen an der Kundgebung und Mahnwache teil.
Aufgerufen hatten der BUND, die Grünen, die Wasserkarawane, die Anti-AKW-Gruppe Linzgau und Greenpeace.
Südkurier-Artikel: Mahnende Erinnerung zum Jahrestag von Fukushima
Flyer mit dem Aufruf zur Aktion
9. März 2012:
"Wir rufen bundesweit zu Großdemos auf"
Interview der Schwäbischen Zeitung, Lokalausgabe Pfullendorf, mit Anne von der Anti-AKW-Gruppe Linzgau
"Ein Jahr ist vergangen seit dem schweren Erdbeben in Japan, dem dadurch
verursachten Tsunami und der Atomkatastrophe im Kraftwerk Fukushima. Zum Jahrestag nehmen
Gruppen auch in der Region wieder an verschiedenen Aktionen teil..."
Der ganze Zeitungartikel in PDF
Mit freundlicher Genehmigung der Lokalredaktion Pfullendorf der
Schwäbischen Zeitung
26. Juni 2011:
Menschenkette STOP FESSENHEIM
Gemeinsam mit 7000 AtomkraftgegnerInnen aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland demonstrierten wir mit einer
Menschenkette um das AKW Fessenheim, zu der das "Aktionsbündnis Fessenheim stilllegen jetzt!"
aufgerufen hatte.
Es kommt auf uns und unseren gemeinsamen Protest an, ob sich die Profitgier der Energiekonzerne durchsetzt oder der Anspruch der
Menschen auf eine lebenswerte Welt. Wir, die Menschen, die in dieser einmaligen Kulturlandschaft im Dreiländereck leben, wollen
unsere Zukunft nicht länger den wenigen und skrupellosen Profiteuren der Atomindustrie überlassen.
Deshalb unterstützen wir die Menschen in ihrem Aufbegehren gegen eine Laufzeitverlängerung des AKW Fessenheim und
fordern mit ihnen die sofortige Stilllegung.
Infos zu Fessenheim und anderen AKWs in Frankreich
30. Mai 2011:
Vortrag von Martina Munz "Atommüll im Bodenseeraum sicher endlagern?" in Überlingen
- Eine gemeinsame Veranstaltung des Ortsverbands Überlingen der Grünen und der Anti-AKW-Gruppe Linzgau -
Nicht weit von uns entfernt, in Benken bei Schaffhausen, soll in einer Schicht Opalinuston nahe am Rhein das Schweizerische
Atommüllendlager entstehen.
Martina Munz, SP-Kantonsrätin im Kanton Schaffhausen, berichtete über die Pläne der Schweizer Atomindustrie
für das Endlager. Sie erklärte das
Auswahlverfahren von verschiedenen Gebieten in der Schweiz; dabei liegen 5 von 6 möglichen Standorten
an der deutsch-schweizerischen Grenze zwischen Schaffhausen und Waldshut-Tiengen.
Opalinuston als geologische Schicht für Atommüll reicht über die Grenze hinweg in den Hegau.
Der Widerstand gegen Atomkraftwerke wächst in der ganzen Schweiz, wie die Demonstration von 20.000 AKW-GegenerInnen am
22.5.2011 im Kanton Aargau (Menschenstrom gegen Atom) gezeigt hat.
Das war die grösste Anti-AKW-Demo in der Schweiz seit
über 20 Jahren. In den 80er Jahren konnte durch den grenzüberschreitenden Widerstand im Dreyeckland der Bau der
Atomkraftwerke in Kaiseraugst (CH) und Wyhl (D) verhindert werden. (siehe hierzu auch unser
Info vom 3. Februar 2011)
Südkurier-Artikel vom 08.06.2011 zum Vortrag
28. Mai 2011:
Atomkraft Schluss! 160.000 demonstrierten in über 20 Städten, in Überlingen 400
Am Samstag, den 28. Mai fanden in vielen Städten Großdemos und kleinere Demos statt, um der Bundesregierung zu zeigen:
Nach Fukushima gibt es nur noch eine Richtung und die heißt: Alle AKWs abschalten - jetzt und endgültig!
Von der Anti-AKW-Gruppe Linzgau fuhren einige zur Demo nach Ulm (4.000 DemonstrantInnen), andere zur Demo in Überlingen.
Um 15 Uhr formierten sich in Überlingen 400 AtomkraftgegnerInnen am Bahnhof Mitte zu einem bunten, fantasievollen Demozug
und zogen mit Parolen und Gesang, Atommüllfässern, Transparenten, Fahnen und Plakaten durch die Stadt zum Landungsplatz,
wo um 16 Uhr die Abschlusskundgebung stattfand, musikalisch unterstützt durch die "Neuen Barden".
Flugblatt der Überlinger Demo
Südkurier-Artikel vom 30.05.2011 zur Überlinger Demo
mit vielen Fotos
Bilder und Berichte zu den Großdemos
22. Mai 2011:
Menschenstrom gegen Atom in der Schweiz, Döttingen/Kanton Aargau
Die Schweizer Atomindustrie (Axpo, Alpiq, BKW) plant den Bau von zwei neuen Atomkraftwerken und ein Endlager für hochradioaktiven
Müll in Benken bei Schaffhausen. Der Widerstand gegen die
Atomindustrie wächst genzüberschreitend. Am Sonntag 22. Mai 2011 fand die Grossdemonstration im Kanton Aargau statt: Der
Menschenstrom gegen Atom 2011 - die größte Anti-AKW-Demo
in der Schweiz seit über 20 Jahren.
Über 20.000 TeilnehmerInnen (nach übereinstimmenden Angaben der Veranstalter und der Polizei, das gibt's auch nicht oft)
wanderten bei hochsommerlichem Wetter über eine kurze (3 km) und eine lange Strecke (10 km!) zum Kundgebungsplatz bei Döttingen.
Wir freuen uns über das Wachsen der Schweizerischen und der grenzübergreifenden Anti-AKW-Bewegung und gratulieren unseren
Freundinnen und Freunden in der Schweiz zu dieser gelungenen und perfekt organisierten Aktion!
Aus dem Linzgau waren wir zu fünft nach Döttingen aufgebrochen. Weitere fuhren mit dem von
KLAR gegen Atom organisierten Bus von
Konstanz-Radolfzell-Singen mit.
Die unvermeidliche Sondereinsatzkapelle SEK Linzgau war natürlich auch dabei und sang Anti-AKW-Lieder,
nicht unbedingt schön, aber dafür intensiv :-)
Berichte, Fotos, Pressestimmen usw. gibt's auf der Menschenstrom-Webseite.
Ostermontag, 25. April 2011:
Mehr als 140.000 protestieren in Deutschland, Frankreich und der Schweiz gegen Atomkraft
Nach Angaben von ausgestrahlt gingen heute bundesweit über 120.000 Menschen für den sofortigen Ausstieg aus der
Atomenergie auf die Straßen. Anlass waren der Super-GAU von Tschernobyl am 26. April vor 25 Jahren und die Atomkatastrophe
von Fukushima.
Dazu kamen noch einmal ca. 20.000 TeilnehmerInnen an internationalen Demonstrationen und Mahnwachen auf den
Rheinbrücken zwischen Konstanz und Strasbourg
(Dreiländereck Schweiz-Frankreich-Deutschland) und im Dreiländereck Frankreich-Deutschland-Luxemburg. Hier ging es vor allem
um die Stilllegung des ältesten französischen AKWs Fessenheim, berüchtigt durch viele Pannen und seine Lage im
Erdbebengebiet, um das französische AKW Cattenom, um die Schweizer Atomkraftwerke Beznau und Leibstadt (allesamt direkt an den
jeweiligen Landesgrenzen) und die Verhinderung des Schweizer Atommüllendlagers Benken (am Rhein bei Schaffhausen).
Die Anti-AKW-Gruppe Linzgau verteilte sich auf verschiedene Grossdemos und Aktionen. Einige fuhren nach Neckarwestheim (8.000
DemonstrationsteilnehmerInnen, die bisher größte Demo dort), einige nach Gundremmingen
(Günzburg/Donau, 10.000 TeilnehmerInnen), einige zur Aktion auf der Rheinbrücke
in Stein am Rhein (30 TeilnehmerInnen) und zur Mahnwache in Pfullendorf.
Demoberichte, Fotos usw. gibt es bei:
Tschernobyl-Aktionstag
ausgestrahlt
BUND Südlicher Oberrhein
(Rheinbrücken-Aktionen)
Hier einige Bilder vom Ostermontag:
Demo Neckarwestheim
Auf der Rheinbrücke in Stein am Rhein
6. April 2011:
Veranstaltung Energiewende jetzt! - Film "Die 4. Revolution"
Gemeinsam mit dem Owinger Bioladen correcto mundo zeigten wir in dessen
frisch renoviertem Veranstaltungsraum in der Hauptstr. 58 den Dokumentarfilm
Die 4. Revolution - Energy Autonomy von Carl-A. Fechner, den
wir bereits am 2. März in Pfullendorf vorgestellt hatten.
In den nachfolgenden Gesprächen tauschten wir Informationen und Ideen für den bundesweiten
Aktionstag 25 Jahre Tschernobyl am Ostermontag, 25. April
aus.
Am 26. April 2011 jährt sich die Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl zum 25. Mal. Unsere Forderung ist, endlich Konsequenzen zu
ziehen und alle Atomkraftwerke abzuschalten. Darum werden zeitgleich am Ostermontag den 25. April 2011 an zehn Reaktor-Standorten und
drei weiteren Atom-Standorten in Deutschland Aktionen stattfinden. Dazu kommen dezentrale Aktionen und Mahnwachen in ganz
Deutschland, z.B. in Pfullendorf, Überlingen und auf Rheinbrücken zwischen Deutschland, der Schweiz und Frankreich.
26. März 2011:
250.000 demonstrierten in Berlin, Hamburg, Köln und Müchen
Auf vier Großdemonstrationen demonstrierten heute 250.000
Menschen gegen Atomenergie.
Allein in München waren es 40.000, darunter auch einige von der Anti-AKW-Gruppe Linzgau und sehr viele aus unserer Region.
Ganze Busse hatten sich aufgemacht.
Wir werden täglich mehr!
26. März 2011:
Mahnwache in Pfullendorf gegen Atomkraft am Samstag, 26. März 2011
Zur heutigen Mahnwache auf dem Pfullendorfer Marktplatz, zu der der
BUND Pfullendorf
gemeinsam mit uns aufgerufen hatte, kamen 60 AtomkraftgegnerInnen mit Kerzen, Fahnen und Plakaten. Viele von uns waren auch zur
Großdemonstration nach München gefahren.
Der BUND Pfullendorf hatte einen Infostand aufgebaut und wir sammelten Unterschriften für die
Petition "Atomkraftwerke sofort abschalten!"
Erfreulich viele Marktbesucherinnen und Marktbesucher interessierten sich für die Aktion
Atomausstieg selber machen - zu Ökostromanbietern
wechseln.
Ein Teilnehmer wies in seinem Redebeitrag darauf hin, dass in Baden-Württemberg nicht nur die aus den Medien
bekannten Atomkraftwerke in Neckarwestheim und Philippsburg stehen, sondern in Südbaden noch zwei weitere:
in Leibstadt und Fessenheim. Sie stehen direkt an der deutschen Grenze, zwar auf schweizerischem und französischem
Territorium, sind aber für uns genauso gefährlich wie "unsere eigenen". Strahlung macht
nicht an der Grenze halt!
Gemeinsam mit den Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen
und unseren Freundinnen und Freunden in der
Schweizer Anti-Atom-Bewegung kämpfen wir seit Jahrzehnten für die
Stilllegung dieser AKWs.
Zusammen mit der Sondereinsatzkapelle SEK Linzgau
wurden einige Lieder aus dem Atom-Widerstand gesungen, z.B. "Wehrt euch, leistet Widerstand", "Atomkatastrophen sind lang" und
andere. "Atomkatastrophen sind lang" sangen wir bereits 1979 nach der Atomkatastrophe von
Harrisburg (USA). Damals hieß das
Lied noch "Harrisburger Nächte". 1986 tauften wir es aus aktuellem Anlass in "Tschernobyler Nächte" um.
Es stimmt uns bitter und traurig, dass wir das Lied dieses Jahr in "Fukushimer Nächte" umbenennen mussten.
Nach dem Super-GAU von
Tschernobyl hätte es keines einzigen
weiteren Atomunfalls mehr bedurft. Allerspätestens seit 1986
hätte auch dem letzten klar sein müssen: Atomenergie ist nicht beherrschbar!
21. März 2011:
Mahnwachen in Pfullendorf und Überlingen gegen Atomkraft am Montag, 21. März 2011
Zur heutigen Mahnwache in Überlingen waren über 300 Menschen gekommen - mehr als am letzten Montag.
Zur Mahnwache auf dem Pfullendorfer Marktplatz, zu der der BUND Pfullendorf
gemeinsam mit uns eingeladen hatte, kamen 75 AtomkraftgegnerInnen mit Kerzen und Plakaten, um ihrer großen
Betroffenheit über die Ereignisse in Japan Ausdruck zu geben, und mit dem festen Willen, gemeinsam dafür zu streiten,
dass die Atomkraftwerke in der Bundesrepublik endlich stillgelegt werden. Eine Japanerin sang ein Lied aus ihrer Heimat, danach
folgten 15 Schweigeminuten in stillem Gedenken für die Opfer.
Der BUND Pfullendorf hatte einen Infostand aufgebaut und wir sammelten Unterschriften für die
Petition "Atomkraftwerke sofort abschalten!"
Erfreulich viele interessierten sich für die Aktion
Atomausstieg selber machen - zu Ökostromanbietern
wechseln.
"Ministerpräsident Mappus warb wie kein anderer für die Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke und forderte noch
vor ein paar Monaten Laufzeiten von 15 + x Jahren. Der plötzliche Umschwung ist unglaubwürdig. Ein radikaler
Kurswechsel wäre gut für unser Land, die vorübergehende Abschaltung einzelner Atomkraftwerke in Deutschland
reicht nicht aus", so Dr. Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des BUND.
Ein Moratorium, dem zudem jegliche Rechtsgrundlage fehlt, ist eine Beruhigungspille für die Bevölkerung. Die Massenproteste
gegen die Atomenergienutzung zeigen, dass die Menschen im Land nicht mehr bereit sind, diese Politik mitzutragen.
Mit uns haben heute 141.612 Menschen an 726 Orten an Mahnwachen teilgenommen.
17. März 2011:
- Forschungsanlage für neue Atomkraftwerke bei Karlsruhe genehmigt
- Gorleben wird weitergebaut
- Deutsche AKW-Exporte gehen weiter
Was von der gegenwärtigen schwarz-gelben Wahlkampfpropaganda zum angeblichen Atomausstieg ("Moratorium") zu halten ist, ebenso von
"neuer Transparenz", "Bürgerbeteiligung", "frühzeitiger Information und Einbindung der Öffentlichkeit"
und "beschleunigtem Umstieg auf erneuerbare Energien",
zeigt die aktuelle Genehmigung für die neuen Labors des Europäischen Instituts für Transurane in Linkenheim
bei Karlsruhe. Die Genehmigung ging heimlich, still und leise und unter vollständigem Ausschluss der Öffentlichkeit
vor sich. Mit bis zu einer Tonne Uran und 180 kg Plutonium, dem gefährlichsten Stoff der Welt, sollen neue Reaktortypen
entwickelt werden. Muss dazu auch nur ein weiteres Wort verloren werden?
Quelle: SWR Fernsehbericht in 'Baden-Württemberg aktuell' 11. März 2011
Und eine tagesaktuelle Information von unseren Freunden im Wendland: auch in Gorleben wird weitergebaut, als ob nichts geschehen wäre.
Die neue Atomanlage in Karlsruhe und der Ausbau der Atomanlagen in Gorleben zeigen: die Atomindustrie arbeitet beharrlich weiter an einer
langfristigen Nutzung der Kernkraft und sogar am weiteren Ausbau.
Die deutschen Atomkonzerne (allen voran Siemens) exportieren ihre lebensgefährlichen Schrottmeiler weiterhin ungehindert in
alle Welt, mit traumhaften Profiten und Wachstumsraten. Der Steuerzahler deckt diese schmutzigen Geschäfte auf Beschluss der
schwarzgelben Regierung mit Hermesbürgschaften ab.
Karlsruhe ist eine der Zentralen der deutschen Atom-Mafia, und wie so oft unter dem Deckmäntelchen der "Wissenschaft".
Auch der Bau des Endlagers in Gorleben läuft unter "wissenschaftliche Erkundung".
Ein Lobbyist der Atomindustrie, der sich als Forscher verkleidet, ist jedoch noch lange kein Wissenschaftler.
Die wissenschaftliche Fassade und das Wahlkampfgetöse von einem "dreimonatigen Moratorium"
sollen uns einlullen und Sand in die Augen streuen. Aber dem Lügenpack in Berlin, Stuttgart und
Karlsruhe glauben wir schon lange nichts mehr.
Wir finden es entsetzlich und zynisch, das unglaubliche Leid der Menschen in Japan für solch schäbige,
miese Wahlkampftricks zu missbrauchen.
Die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima haben wirklich auch dem letzten denkfähigen Menschen gezeigt:
ATOMENERGIE IST NICHT BEHERRSCHBAR!
An die Atombosse: euren letzten Castortransport nach Gorleben habt ihr mit 17.000 Polizisten und Polizistinnen
und logistischer Unterstützung der Bundeswehr durchgekriegt (bundesweit
waren noch weitaus mehr im Einsatz).
Beim nächsten mal werden 17.000 nicht mehr ausreichen. Unser Widerstand und unsere Entschlossenheit wächst von Tag zu Tag!
Da nützt auch eure
Image-Kampagne nichts mehr ;-)
Wir fordern:
-
Sofortige Stilllegung des Instituts für Transurane in Karlsruhe!
Es gibt für die Atomenergie nichts mehr zu forschen, nichts mehr zu prüfen, nur noch abzuschalten und stillzulegen
-
Sofortiger und endgültiger Baustopp für das Endlager Gorleben!
Wir wollen in Gorleben lieber gutes naturreines Salz fördern, was uns
verboten wurde
-
Auflösung des Castor-"Zwischen"lagers Gorleben. Die Atomkonzerne müssen ihren Müll auf eigene Kosten zurücknehmen!
-
Sofortiger und endgültiger Stopp für die deutschen AKW-Exporte. Keine todbringende Technik mehr aus Deutschland!
-
Sofortiges und dauerhaftes Verbot von Beteiligungen deutscher Stromkonzerne an ausländischen Schrottreaktoren, vor allem nicht
in Osteuropa!
Wir haben in Deutschland schon genug lebensgefährliche AKWs, da brauchen nicht auch noch mit deutschen Stromgebühren
in den Nachbarländern längst abrissreife Atomanlagen künstlich am Laufen gehalten werden!
14. März 2011:
Mahnwache in Überlingen gegen Atomkraft am Montag, 14. März 2011
Aus Anlass des Erdbebens und der atomaren Katastrophe in Japan hatte sich einen Tag zuvor eine spontane Anti-Atom-Initiative
im Seminarhaus Lebenskunst Bodensee in Tüfingen zusammengefunden
und gemeinsam mit der Anti-AKW-Gruppe Linzgau und weiteren Menschen zur Mahnwache von 18.00 bis 18.30 auf der
Überlinger Hofstatt in der Nähe des Münsters aufgerufen:
und 300 AtomkraftgegnerInnen waren gekommen!
Gemeinsam, mit Kerzen, Plakaten und Fahnen gaben wir unserer Betroffenheit und Trauer schweigend und mit Liedern in einem offenen Kreis
Ausdruck, aber auch unserer Wut über die hiesige Atomindustrie und ihrer willfährigen Lobbyisten
in der Bundesregierung und in den Landesregierungen, die aus Habgier unser Leben und unsere Gesundheit leichtfertig aufs Spiel setzen
- und das Leben und die Gesundheit der nachfolgenden Generationen.
Muss es hier erst so weit kommen wie in Tschernobyl oder Fukushima?
Südkurier-Artikel vom 15. März 2011 zur Mahnwache
Wir schliessen uns dem Aufruf von ausgestrahlt an:
"Es reicht nicht aus, die Laufzeitverlängerungen bis nach den
Landtagswahlen auszusetzen. Wir fordern die endgültige Stilllegung der
Atomkraftwerke. Die Schwachstellen sind den Behörden doch längst bekannt.
Da muss nichts geprüft werden, sondern abgeschaltet. Wir rufen die
Bevölkerung dazu auf, jetzt auf die Straße zu gehen und dafür zu sorgen,
dass die Bundesregierung nicht mehr lavieren kann, sondern sich endlich
vom Abenteuer Atomkraft verabschiedet."
Wir fügen hinzu:
Was von solchen Versprechungen wie einem 'dreimonatigen Moratorium' oder 'Überprüfungen durch "unabhängige" Experten'
zu halten ist, haben wir in den vergangenen Jahrzehnten zur Genüge erfahren. Kein Wunder, dass sich die regierenden Politiker
im Volksmund den Titel "Lügenpack" eingehandelt haben. Nach den Wahlen wird dann wieder so verfahren wie vorher, und schlimmer.
Als Sofortmassnahme fordern wir:
Die allermarodesten und lebensgefährlichsten Schrottreaktoren wie Neckarwestheim, Philippsburg, Biblis, Brunsbüttel,
Isar 1, Krümmel, Unterweser und andere müssen SOFORT abgeschaltet und dauerhaft DEMONTIERT und irreparabel unbrauchbar
gemacht werden.
Und sofort heisst: noch heute!
Und nixda Moratorium und mal drei Monate aussetzen (und aussitzen, bis in Japan Gras über die Sache gewachsen ist).
Ein fauler Kompromiss wie der Atomausstiegsvertrag der damaligen rotgrünen Regierung, eine Rückkehr
zum "Atomkonsens" reicht uns schon lange nicht mehr.
Der sogenannte Ausstiegsvertrag hat von Anfang an nichts getaugt. Jetzt wird abgeschaltet!
Die Kungeleien mit der Atom-Mafia müssen sofort aufhören, und dies gilt für rotgrün genauso wie für
schwarzgelb.
Unser Widerstand wird weitergehen, bis auch das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet ist, da können uns die
Damen und Herren in Berlin und Stuttgart so viel vorlügen, wie sie wollen.
Auch in Sigmaringen, Ravensburg, Biberach, Konstanz und 450 weiteren Orten in Deutschland nahmen insgesamt mehr als 110.000 Menschen
heute an Mahnwachen teil!
Hierzu das Info von ausgestrahlt
Wir treffen uns nächsten Montag, 21. März, zur gleichen Zeit zu den nächsten Mahnwache in Überlingen auf
der Hofstatt und in Pfullendorf auf dem Marktplatz.
12. März 2011:
Menschenkette AKW Neckarwestheim-Stuttgart: Atomausstieg in die Hand nehmen!
Zusammen mit 60.000 Menschen aus dem ganzen Bundesgebiet haben wir eine ca. 45 km lange Menschenkette gegen die
Atompolitik der Regierung gebildet - vom Risikoreaktor Neckarwestheim nach Stuttgart. Auch aus der benachbarten Schweiz waren einige
Freunde und Freundinnen gekommen.
Tragischerweise gab es genau einen Tag vor der Menschenkette in Japan nicht nur ein verheerendes Erdbeben mit Tsunami, sondern auch einen GAU
(= Größter Anzunehmender Unfall, Kernschmelze) im Atomkraftwerk Fukushima. Auf der Abschlusskundgebung
in Stuttgart wurde eine Gedenkminute für die Opfer eingelegt.
Eine neue Landesregierung muss den
Atomausstieg selbst in die Hand nehmen und die baden-württembergischen Meiler in Neckarwestheim und Philippsburg sofort abschalten.
Die Anti-AKW-Gruppe Linzgau organisierte zusammen mit dem
BUND Sigmaringen und dem
BUND Pfullendorf eine gemeinsame Zugfahrt von
Sigmaringen zur Menschenkette. 47 AtomkraftgegnerInnen aus Sigmaringen, Pfullendorf, Ostrach, Ennetach, Mengen,
Herdwangen und Wald fuhren mit BW-Tickets nach
Ludwigsburg und Kornwestheim. Viele weitere von uns reisten mit gecharterten Bussen von BUND und KLAR oder mit Autos an.
Fotos der drei oberen Reihen: © Fabian Bosch
kommerzielle Nutzung und Weiterverbreitung nur mit Erlaubnis des Urhebers
Infos, Presseberichte, Fotos und Videos zur Menschenkette im Netz:
- Anti-Atom-Kette.de - Die Homepage der Menschenkette 2011
- ausgestrahlt
- Campact
11. März 2011:
Der Super-GAU von Fukushima
Immer noch aktuell - und wird es auch noch SEHR lange bleiben
- Aktuelle Infos bei ausgestrahlt
- Fukushima Informationsportal der Gesellschaft für Reaktorsicherheit
mit aktuellem Nachrichtenticker
- Live-Ticker der japanischen Nachrichten-Agentur Kyodo (englisch)
- Fragen & Antworten zu den Folgen des Super-GAU in Japan (Umweltinstitut München)
- Fukushima Nuclear Meltdown 2011 (Linksammlung von "Better World Links")
- Bundesweit: Montags-Aktionen und Mahnwachen gegen Atomkraft (ausgestrahlt)
- Mahnwachen in der Schweiz (Greenpeace Schweiz)
- Chronik des Protests von ausgestrahlt
Unser Widerstand wird nicht nachlassen, bis das letzte AKW abgeschaltet ist!
12. April 2011:
Japan hat den GAU von Fukushima nun als "katastrophalen Unfall", INES-Skala 7 (höchste Stufe) klassifiziert und damit als
genauso schwer wie Tschernobyl 1986 - und schwerer als alle bisherigen (bekannt gewordenen) Atomunfälle in Europa und den USA.
Die Evakuierungszone um Fukushima wurde ausgeweitet.
31. März 2011:
Die Radioaktivität im Meer vor der Fukushima-Küste ist mehrtausendfach angestiegen. Währenddessen hat Präsident
Obama den Neubau weiterer AKWs in den USA angekündigt (yes we can), ebenso die Türkei (hier ausgerechnet unter Federführung
des japanischen AKW-Betreibers Tepco). Mr. Obama: you say yes - we say no!
Die deutsche Bundesregierung fördert derweil den Bau des brasilianischen AKWs Angra 3, mitten im Erdbebengebiet - soviel wieder einmal
zu den schwarzgelben Lügen vom beschleunigten "Atomausstieg". Macht mit beim Campact-Appell
Atomtod exportiert man nicht!
29. März 2011:
In der Region Fukushima wurde Plutonium festgestellt, die Radioaktivität ist stark angestiegen. Greenpeace hat die Ausweitung der
Evakuierungszone von bisher 20 km auf 40 km gefordert.
In der 35-Millionen-Metropolregion Tokyo demonstrierten 1000 Menschen gegen Atomenergie. In Japan und anderen Atomnationen wie
der Schweiz, Frankreich und den USA wächst der Protest. Wir wünschen allen unseren Verbündeten überall
auf der Welt viel Glück und viel Durchhaltekraft! Genauso wie die Atomenergie ist
auch unser Widerstand international.
27. März 2011:
Die Nachrichten aus Japan sind unverändert bedrohlich und beängstigend, werden von Tag zu Tag sogar noch dramatischer.
Greenpeace hat die internationale Atomenergiebehörde IEAO aufgefordert, die Fukushima-Katastrophe
realistischerweise auf Stufe 7 der INES-Skala heraufzusetzen (höchste Stufe, wie Tschernobyl).
18. März 2011:
Japan hat den GAU von Fukushima als "ernsten Unfall", INES-Skala 5 klassifiziert, und ihn damit als genauso schwer eingestuft wie
die Unfälle 1979 in Harrisburg (USA), 1957 in Sellafield (Großbritannen) und sogar noch schwerer als
den Unfall 1969 in Lucens (Schweiz).
Einige allgemeine Infos zu bisherigen GAUs und Kernschmelzen (Tschernobyl/Ukraine 1986, Harrisburg/USA 1979, Lucens/Schweiz 1969,
Sellafield/Großbritannien 1957 und
Majak/Rusland 1957) hat der URL-König in der Anti-Atom-Linksammlung zusammengestellt:
GAU und Super-GAU - Atomkatastrophen und Unfälle
10. März 2011:
Solidaritätsbotschaft an die streikenden Lokführerinnen und Lokführer
Die Anti-AKW-Gruppe Linzgau solidarisiert sich mit Eurem Streik zur Durchsetzung Eurer berechtigten Forderungen.
Dafür nehmen wir - auch und gerade als BahnfahrerInnen - gerne Zugausfälle und Verspätungen in Kauf.
Mitglieder von uns sind im öffentlichen Dienst beschäftigt und haben am 2. März am Warnstreik in
Baden-Württemberg teilgenommen. Dabei haben wir viel Solidarität, z.B. von den Streikenden der Telekom
erfahren. Wir wissen: ohne Streiks werden wir nichts erreichen.
Wir wünschen Euch viel Glück und Kampfgeist bis zum Abschluss eines zufriedenstellenden Tarifvertrags!
Unsere Gruppe arbeitet Hand in Hand mit regionalen Bodensee-S-Bahn-Initiativen, die sich für eine Verbesserung der
Bahninfrastruktur in der Fläche einsetzen - anstatt das Geld für unsinnige Prestigeprojekte wie Stuttgart 21
zu verschwenden. Zu diesem Thema gibt es auch ein Eisenbahnerlied: den
Stuttgart-21-Song auf de Schwäbsche Eisebahne.
Zum Schluss noch eine große Bitte: am Samstag, 12. März, findet die Menschenkette Neckarwestheim-Stuttgart
gegen Atomkraft statt. Die meisten von uns werden dorthin mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, viele davon
mit der Bahn (drei Sonderzüge, unzählige Gruppen- und Einzelfahrten aus ganz Deutschland).
Bitte zeigt Euch mit uns solidarisch und streikt am Tag der Menschenkette nicht!
Gemeinsam für eine gerechte Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und ein menschenwürdiges Arbeitsleben!
Solidarische Grüße von der Anti-AKW-Gruppe Linzgau, auch von Lukas und Jim Knopf
(E-Mail verschickt an die GDL am 10. März 2011)
Nachtrag am 12. März 2012: Danke, dass Ihr heute nicht gestreikt habt und weiterhin viel Glück!
Weitere Informationen: Homepage der GDL - Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer
2. März 2011:
Menschenkette und Energiewende - wir sind dabei
Am 2. März 2011 veranstaltete die Anti-AKW-Gruppe Linzgau zusammen mit dem
BUND Pfullendorf
in dessen Räumen in der Roßmarktgasse 4 ein Vorbereitungstreffen zur Teilnahme an der Menschenkette, bei dem
wir auch den beeindruckenden Film "Die 4. Revolution - Energy Autonomy" zeigten.
Teilnahme an der Menschenkette am 12. März 2011
AKW-GegnerInnen aus dem Raum Pfullendorf, BUND und die Anti-AKW-Gruppe Linzgau planen die Teilnahme und Aktivitäten
bei der Menschenkette vom AKW Neckarwestheim nach Stuttgart am Samstag 12. März 2011 unter dem Motto
"Atomausstieg in die Hand nehmen".
In Neckarwestheim steht der zweitälteste deutsche Reaktor mit inzwischen über 400 meldepflichtigen Störfällen.
Nach dem rot/grünen Atomkonsens von 2002 sollte der Reaktor seit Januar 2011 abgestellt werden.
Durch die Laufzeitverlängerung von CDU/FDP wird er 8 Jahre weiter in Betrieb sein.
Weitere Infos: Menschenkette 2011 Neckarwestheim-Stuttgart
Film und Diskussion "Die 4. Revolution - Energy Autonomy"
Die Vision: Eine Gemeinschaft, deren Energieversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gespeist wird
Das Ziel: Energie-Autonomie
Ein Film mit beeindruckenden Bildern und klaren Aussagen, der Lösungen aufzeigt, zum Weiterdenken und Handeln anregt
Mehr als ein Film - eine Bewegung
Weitere Infos: Die 4. Revolution - Energy Autonomy
20. Februar 2011:
Mitmach-Aktion "Wo die bunten Fahnen wehen"
Do it yourself: Basteln, Kleben & Malen gegen Atom
Mit dieser Mitmach-Aktion protestieren wir gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke durch die CDU/FDP-Regierung
und für einen Regierungswechsel in Baden-Württemberg.
Denn "Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger M. selber"
Wir haben kein Werbe-Budget wie die grossen Parteien und die Atom-Lobby. Wir erhalten keine Spenden, werden nicht
gesponsert und finanzieren keine ganzseitigen Anzeigen wie z.B. den energiepolitischen Appell von
"Merkel und ihren 40 Räubern" am 21.08.2010 in diversen Tageszeitungen.
Wir haben Phantasie und Energie, Ideen und Kreativität. Wer erinnert sich noch an die weltweite pazifistische Bewegung mit den
PACE-Fahnen?
Wir machen unseren Widerstand sichtbar: mit Fahnen am Haus, Balkon oder Fenster, mit Aufklebern am Auto, mit dem selbergebastelten X
am Garagentor, am Briefkasten oder im Obstbaum, mit Installationen im Vorgarten, mit dem Button an der Jacke.
Passanten, die solche Zeichen unseres Protests sehen, freuen sich und denken: Hier bin ich zuhause, hier fühle ich mich wohl,
hier gehöre ich dazu.
Ein alter Eimer, eine Blechdose, eine alte Tonne ist schnell gelb lackiert, das Radioaktiv-Zeichen drauf: fertig ist der Mini-Castor (kann
auch auf Demos und zu Aktionen mitgenommen werden). Ein Stück Sperrholz, eine Laubsäge, ein bisschen gelbe Farbe: fertig ist
das X für den Innenspiegel im Auto.
Gerade jetzt in der Fasnachtszeit gibt es auch allerhand merkwürdige Utensilien
in den Geschäften zu kaufen (siehe drittes Bild von links und Sense zweites Bild von rechts) - und ab Aschermittwoch im Ausverkauf billiger!
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Aufkleber, Fahnen, Buttons und andere Materialien können z.B. hier bestellt werden:
Atomkraft nein Danke - Materialien
Oder wir sparen Porto, tun uns zusammen und machen Sammelbestellungen. Die Anti-AKW-Gruppe Linzgau hat auch teilweise Material vorrätig.
Die lachende Anti-Atom-Sonne und das X
Das Logo der lachenden Sonne wurde im April 1975 von Anne Lund und Søren Lisberg
für die dänische Anti-Atom-Bewegung geschaffen. In kurzer Zeit wurde es in viele Sprachen übersetzt
und trat seinen Siegeszug um die Welt an.
Das gelbe X entstand im Wendland als Symbol des Widerstands gegen die Castortransporte nach Gorleben.
Es steht für den "Tag X", da die Termine der Castortransporte bis kurz vor der Abfahrt geheim gehalten werden.
Die Widerstandsbewegung kann also ihre Demonstrationen und Blockade-Aktionen langfristig nur auf den "Tag X" vorbereiten,
erst sehr kurzfristig sind konkrete Terminplanungen möglich.
Infos zum X gibt es bei Castor-Nix-da-Kampagne:
Was bedeutet das X?
Infos zur lachenden Sonne:
The Smiling Sun - Geschichte, Copyright u.a.
Hier noch einige Beispiele aus dem Wendland:
Entnommen der Fotosammlung Trafotürme im Wendland
Photograph: Siegwardt Puerrhus
3. Februar 2011:
Haben CDU und Regionalverband Bodensee-Oberschwaben uns und die Zukunft unserer Kinder an die NAGRA verkauft?
Der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben als Vertretung der Kreise Sigmaringen, Ravensburg und des Bodenseekreises hat im
Dezember 2010 keine Einwände gegen die Schweizer Pläne erklärt, am Hochrhein ein Endlager für
hochradioaktiven Müll zu bauen:
Südkurier-Artikel vom 14.12.2010
Die Mitglieder der Verbandsversammlung des Regionalverbandes werden von den Kreistagen der Landkreise Ravensburg, Sigmaringen
und Bodenseekreis gewählt und sind mehrheitlich Mitlieder der CDU und FWV.
Mitgliederliste des Regionalverbands
Viele SchweizerInnen sind über das Schweizer Verfahren jedoch entgegengesetzter Meinung:
"Das Anhörungsverfahren ist aus unserer Sicht das Feigenblatt der Atomlobby und eine reine Alibiübung!
Zwar können auch wir sagen, dass das Verfahren transparent ist, ganz sicher ist es jedoch in den wirklich
knackigen Punkten nicht partizipativ. Die Nagra und das BfE geben sich mit ihren ausgezeichneten Kommunikationsexperten
aber alle Mühe, der Bevölkerung mit diesen Kernaussagen unentwegt Sand in die Augen zu streuen und sie mit
schmeichelnden Worten einzulullen."
(Zitat KLAR Schaffhausen, 14.12.2010)
UND IMMER DARAN DENKEN: UNSER GORLEBEN HEISST BENKEN!
Am 3.2.2011 hat die CDU das Mitglied der Geschäftsleitung der NAGRA Markus Fritschi, nach Überlingen in den Kursaal geladen.
Die NAGRA (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) ist ein Unternehmen der
schweizerischen Atomindustrie. Etwa die Hälfte der etwa 50 TeilnehmerInnen der Veranstaltung waren AKW-GegnerInnen.
Südkurier-Artikel vom 03.02.2011
Ist so das Demokratie-Verständnis der CDU? Erst wird im Regionalverband entschieden, danach erhalten die BürgerInnen
erste Informationen zum Thema Atommüll am Hochrhein.
Die Schweizer Atomindustrie (Axpo, Alpiq, BKW) plant den Bau von zwei neuen Atomkraftwerken. Der Widerstand gegen
die Atomindustrie wächst genzüberschreitend. Am 22. Mai 2011 ist eine Grossdemonstration im Schweizer
Kanton Aargau geplant: in der Region AKW Beznau/Paul-Scherrer Institut/ZWILAG (Zwischenlager für radioaktiven Abfall).
Menschenstrom gegen Atom 2011
Hoch die internationale Solidarität!
Beim Menschenstrom 2010 von Aarau nach Olten war die Anti-AKW-Gruppe Linzgau mit 5 Leuten dabei:
bei hochsommerlichen Temperaturen mit Musik und Gesang der Sondereinsatzkapelle.
Dieses Jahr werden wir 50 sein!
17. Januar 2011:
Vortrag mit Gerhard Förster von der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg zum Thema "Atommüll-Endlager,
die Beispiele Asse und Gorleben"
Am 17.1.2011 organisierte die Anti-AKW-Gruppe Linzgau zusammen mit dem
BUND Pfullendorf in dessen Räumen einen Vortrag mit Gerhard
Förster von der
Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg zum Thema "Atommüll-Endlager, die Beispiele Asse und Gorleben".
Weitere Vorträge mit Gerhard Förster waren:
am So. 16. Januar um 11.00 Uhr in Benken Schweiz, im Gasthaus "Sonne"
am Sa. 15. Januar um 19.30 Uhr in Engen, im "Türmle" hinter dem Rathaus
am So. 16. Januar um 20.00 Uhr in Jestetten D, im Gasthaus "Löwen"
Artikel
in der Schwäbischen Zeitung vom 20.01.2011
Gerhard Förster: Die Hauptprobleme des Gorlebener
Salzstocks als Endlager
Unser Motto des Monats
1. April 2012:
Gorleben 1977 - 2012: Seit 35 Jahren im Widerstand
1. März 2012:
Ein Jahr Fukushima: Die Zeit vergeht - Zerstörung bleibt
1. Februar 2012:
1972 - 2012: 40 Jahre Widerstand im Dreyeckland Wyhl - Kaiseraugst - Fessenheim
1. Januar 2012:
De erscht Krieg hommer iberlebt. Im zweite simmer devukomme.
Wie s mit de Atomkraft uusgoht - sell liit a uns. (Manfred Bosch)
1. Dezember 2011:
Erneuerbar statt atomar!
1. November 2011:
100 Prozent erneuerbar ist machbar, Herr Nachbar!
100 Prozent erneuerbar ist drin, Frau Nachbarin!
(NWA Schweiz)
1. Oktober 2011:
Ein Lächeln kostet weniger als elektrischer Strom und gibt mehr Licht
1. September 2011:
Immer daran denken: Unser Gorleben heisst Benken (KLAR Deutschland)
1. August 2011:
Die Menschen müssen begreifen, daß sie das gefährlichste Ungeziefer sind, das je die Erde bevölkert hat.
(Friedensreich Hundertwasser)
1. Juli 2011:
Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz
macht. (Kurt Tucholsky)
1. Juni 2011:
Erst wenn der letzte Tropfen Grundwasser verstrahlt ist, werdet ihr feststellen, dass Gorleben kein sicheres Endlager für
Atommüll ist. Stopp Castor!
Uns sind die Mottos (Motti? Motten?) der Woche ausgegangen, deshalb ab jetzt nur noch
das Motto des Monats
29. Mai 2011:
Wir gehen mit dieser Welt um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum (Jane Fonda)
22. Mai 2011:
Mit ABSCHALTEN ist nicht Euer Hirn gemeint! (Greenpeace Jugend)
15. Mai 2011:
Bleibe im Lande und wehre dich täglich
8. Mai 2011:
Atomkraft buh, Windkraft juhu!
1. Mai 2011:
Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt
24. April 2011:
Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern (aus Afrika)
17. April 2011:
Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen (Immanuel Kant)
10. April 2011:
Protest lebt von aktiver Beteiligung und nicht von stiller Zustimmung.
Klingt komisch, ist aber so. (Die Maus)
3. April 2011:
Kündigt den Strom bei RWE - weniger Umsatz tut denen weh
27. März 2011:
Mischt euch ein, empört euch! (Stéphane Hessel)
20. März 2011:
Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber
13. März 2011:
Atomkraft ist die Kraft, die aus Wiesen Wüsten schafft
6. März 2011:
Auch bei uns am Bodensee rufen wir: Atomkraft nee!
27. Februar 2011:
Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht
20. Februar 2011:
Lieber heute aktiv als morgen radioaktiv
13. Februar 2011:
Wer glaubt, exponentielles Wachstum könne in einer endlichen Welt unendlich lange andauern,
ist entweder ein Verrückter oder ein Ökonom.
(Kenneth E. Boulding)
6. Februar 2011:
Wer glaubt, dass Atomkraftwerke sicher sind, der glaubt auch, dass Kinder nur kacken, wenn sie Windeln anhaben.
(Michael Mittermeier)
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Sprüche
Unser Motto des Monats
Chronik
26.03.2012
Veranstaltung zur Atommüllendlagerung in Benken, Hegau und Donautal
11.03.2012
Demo in Gundremmingen
10.03.2012
Kundgebung in Überlingen: 1 Jahr Fukushima
09.03.2012
Interview der Schwäbischen Zeitung
mit Anne von der Anti-AKW-Gruppe
26.06.2011
Menschenkette STOP FESSENHEIM
30.05.2011
Atommüll am Bodensee endlagern?
Vortrag Martina Munz in Überlingen
28.05.2011
Atomkraft Schluss! Demo in Überlingen und Großdemos bundesweit
22.05.2011
Menschenstrom gegen Atom Schweiz
25.04.2011
Aktionstag 25 Jahre Tschernobyl
06.04.2011
Veranstaltung "Die 4. Revolution" in Owingen
26.03.2011
Demos in Berlin, Hamburg, Köln und Müchen
26.03.2011
Mahnwache Pfullendorf
21.03.2011
Mahnwachen Pfullendorf und Überlingen
17.03.2011
Atomanlage Karlsruhe genehmigt, Gorleben wird weitergebaut, deutsche AKW-Exporte gehen weiter
14.03.2011
Mahnwache Überlingen
12.03.2011
Menschenkette Neckarwestheim-Stuttgart
11.03.2012
Atomkatastrophe in Fukushima
10.03.2011
Solidarität mit den streikenden LokführerInnen
02.03.2011
Veranstaltung in Pfullendorf: Menschenkette und Energiewende - Wir sind dabei
20.02.2011
Mitmachaktion "Wo die bunten Fahnen wehen"
03.02.2011
CDU, Regionalverband und die NAGRA
17.01.2011
Vortrag mit Gerhard Förster: Atommüll-Endlager
Mahnwache Pfullendorf 26.03.2011
Mahnwache Überlingen 14.03.2011
Menschenkette 12.03.2011
Castorblockade Wendland 08.11.2010
Südblockade Berg 06.11.2010
Berlin 18.09.2010
Spaichingen 02.09.2010
Gösgen 24.05.2010
Biblis 24.04.2010
Plakataktion Markdorf 19.09.2009
Benken September 2008
Aufbruch zur Brokdorf-Demo 1981
Brokdorf Februar 1981
Münsterbesetzung
Konstanz 1980
Pfingstmarsch 1979
Leibstadt-Basel
Platzbesetzung Wyhl 1975
Sängertreffen Wyhl 1975
Linzgau
Wir auch!
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